
Diesmal wird es keinen Ausweg mehr geben! Dank Fox Interactives Original Lizenzen, könnt ihr euch zwischen drei komplett verschiedenen Charakteren euren Favoriten auswählen. Macht euch auf eine spannende und mit vielen Schockeffekten gespickte Welt gefasst, in der ihr Schrecken und Terror erfahren werdet, und vielleicht nie mehr lebend zurückkehren werdet!
Aliens vs. Predator, von Rebellion entwickelt, wird von vielen schon seit der Ankündigung vor einem Jahr sehnsüchtig erwartet. Viele mögen sich fragen, wer denn Rebellion ist? Soviel lässt sich sagen, dass Rebellion bereits viel Erfahrung mit Aliens gesammelt hat. Rebellion hat vor rund fünf Jahren Aliens vs. Predator für das Jaguar, Atari's Flopkonsole, entwickelt, und bereits damals zeigten sie, was sie auf dem Kasten hatten. Denn Aliens vs. Predator, bei dem ihr euch zwischen drei Figuren, Alien, Predator oder Soldat entscheiden konntet, machte schon damals sehr viel Spass und bot dank den verschiedenen Charakteren viel Abwechslung. Nun ist es endlich soweit, Aliens vs. Predator feiern ihr Debüt auf dem PC.
Auch hier gehört zu den herausragenden Features, dass irh euch zwischen drei total verschiedenen Charakteren entscheiden könnt. Entscheidet euch also entweder für einen Alien, Predator oder einem Marine Soldaten. Jeder Charakter hat dabei seine eigenen Levels, Missionsziele und Eigenheiten. Die Verschiedenheit der Charaktere und somit des Gameplays hebt das Spiel deutlich von der Menge von Ego Shootern hervor, welche den PC momentan fast überfluten.
Die Geschichte in Aliens vs. Predator dreht sich um eine menschliche Aussenstation auf einem fernen Planeten, welche dazu gebraucht wird, um technisch fortgeschrittenere Waffen mittels Manipulation von Aliens herzustellen, was sich bald darauf als sehr schlechte Idee heraustellen sollte. Denn das Resultat der Superwaffe ist nun unter dem Codenamen Xenomorph bekannt, einem riesigen, mutierten und sehr destruktivem Wesen von unseren kleinen ausserirdischen Freunden. Euer Job als Marine Soldat besteht darin, dass ihr den Planeten zerstören müsst, und so dem Xenomorph Alien keine Chance geben dürft, in die weiten der Galaxie zu entfliehen und so weiteren Schaden anzurichten. Solltet ihr euch für das Alienwesen entscheiden, so müsst ihr ein riesiges Blutbad errichten, alles menschliche Leben und Sicherheitsanlagen zerstören, um euch so zu rächen und dann den Planeten verlassen. Der Predator, der in seinem Raumschiff gefangen genommen wurde und es nun geschafft hat zu entfliehen, muss nun alle Komponenten seines Raumschiffes finden, um so von diesem höllischen Planeten zu entkommen.
Somit verfügt jede Rasse über verschiedene Waffen und sonstige individuelle Eigenschaften, die nun für alle drei Charaktere kurz dargelegt werden.
Die Alien Spezies ist die mit Abstand schnellste Kreatur, da Schnelligkeit für Aliens Lebensnotwendig ist, um die Gegner ausmanövrieren zu können. Dank dieser Schnelligkeit könnt ihr unglaubliche Sprünge vollbringen und euch überall festhalten, wie ein flinker kleiner Käfer. Nicht wie die beiden anderen Charaktere ist das Alien selbst eine Waffe, mit seinen scharfen langen Klauen, messerscharfen Schwanz. Doch verfügt das Alien über keine Fernwaffen, doch wird dies durch seine Schnelligkeit wieder gut gemacht. Schaut ihr durch die Augen des Alien habt ihr ein viel breiteres Sichtfeld als das des Soldaten oder Predators. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr eure Feinde bereits von weitem her sichten könnt, da diese durch leichtes leuchten von anderen Objekten erkennbar gemacht wird. Zusätzlich gibt es eine zweite Möglichkeit zu schauen, und zwar im Dunkeln, dies mit dem Nachteil ,dass das Alien fast nichts mehr sehen kann und die Objekte nur noch ganz in der Nähe klar sieht. Dies kommt euch aber wieder zugute, wenn ihr in einem Level die Stromversorgung abgeschalten habt, und gegen Soldaten antretet, da diese bei Nacht noch weniger sehen als ihr selbst und diese so zu einer leichten Beute werden. Zudem ist das Alien das schwächste aller drei Charaktere und ist so einem genauen Scharfschützenschuss schnell ausser Gefecht gesetzt. So müsst ihr euch immer auf euren Zehenspitzen bewegen und durch eure Schnelligkeit die Feinde bezwingen.
Der Predator ist der ideale allround Jäger, und er hat mächtig Feuerkraft um dies zu beweisen. Bewaffnet mit Klingen, einer Energiepistole, Diskuswerfer, Plasmaschulterkanonen, einer Harpune wird der Predator eine tödliche Waffe für jeden Gegner sein. Der Predator hat zudem ein Medicomputer mit sich, mit welchem er seine Wunden wieder heilen kann. All dies kombiniert mit einem riesen Arsenal an Waffen und der Eigenschaft sich zu tarnen und dem Zoom Helm macht den Predator zu dem wohl gefährlichsten aller Charaktere. Wie bereits das Alien verfügt auch der Predator über verschiedene Sichtweisen. Unter normalen Umständen sieht der Predator ähnlich wie der Marine Soldat, wobei er zwischen Mensch oder Alien Suchmodus wählen kann, um diese so bereits von grossere Entfernung sehen kann. Doch kann dieser Modus auch zu eurem Nachteil werden, wenn ihr gegen Aliens und Soldaten gleichzeitig kämpft, da ihr sonst die andere Rasse nicht sehen könnt. Wenn ihr also Aliens im Suchmodus eingeschalten habt, so könnt ihr keine Menschen sehen und umgekehrt. Natürlich ist die beste Eigenschaft des Predator die Tarnung, um so unsichtbar zu werden. Mit einem kleinen Knopfdruck könnt ihr euch so vor euren Feinden unsichtbar machen. Der grosse Nachteil des Predator ist der, dass er für all seine Actionen Energie braucht. Man hat in den Levels nur wenig Power ups versteckt, dass ihr so sehr weise mit eurer Energie umgehen müsst, und so nicht wahllos Energie verbrauchen könnt.
Nach den beiden bereits beschriebenen ausserirdischen Kreaturen, die übermachtig zu sein scheinen, könnte man fast denken, dass der Marine Soldat ein Nachteil gegen diese hat. Man könnte meinen er sei ein Nichtsnutze, Waschlappen, absolutes Muttersöhnchen... Doch sollte der Marine Soldat keineswegs unterschätzt werden, da er über das grösste Arsenal an Waffen verfügt. So verfügt er über eine Schrotflinte, einer automatischen Schnellfeuerwaffe, dem allseits beliebten Flammenwerfer, einem Raketenwerfer, Granatenwerfer und einer Minikanone. Spielt ihr als Soldat so müsst ihr immer versuchen, eure Feinde auf Distanz zu halten und diese mit euren Schusswaffen so niederzustrecken. Kommen sie zu Nahe so hilft der Flammenwerfer, mit dem ihr eure Feinde richtig durchheizen könnt und zusehen, wie sie langsam verbrennen. Ihr könnt ebenfalls Fackeln zünden, um eure Gegner kurzzeitig erblinden zu lassen um so wichtige Zeit für euch zu gewinnen. Zu seinen grössten Nachteilen gehören die relativ schwache Verfassung im Vergleich zum Predator und dass er im Dunkeln nicht sehen kann. Glücklicherweise verfügt der Soldat aber über eine Taschenlampe, um sich doch in den dunklen Gängen zurecht zu finden, sowie dem lebenswichtigen Sensor, der euch alle sich bewegenden Objekte anzeigt, bevor sie euch zu nahe kommen. Doch aufgepasst, denn diese sich bewegenden Objekte könnten auch eure Kameraden sein, was euch hindert, einfach voll auf ein solches loszuschiessen.
Während das Spiel mit Sicherheit viel neues in Sachen Gameplay erreicht, so sind die Grundelemente aller Ego Shooter in Aliens doch auch vorhanden. Das Ziel der meisten Shooter besteht darin, herumzurennen und alles was sich bewegt niederzustrecken, und nebenbei nach Schaltern und Schlüsseln ausschau zu halten, daran ändert auch Aliens nichts. Neben den zahlreichen Sichtmodi und den Spezialfähigkeiten wie die Klettereigenschaft der Aliens weicht das Aliens Konzept nicht viel von der Standard Shooter Formel ab.
Überwältigend ist die Atmosphäre hier in diesem Spiel. In den Alien und Marine Missionen fühlt ihr euch inmitten eines Alien Movies. Während die Grafik Engine mit Spielen wie Half-Life oder Unreal mithalten kann, so konnten die Programmierer dies auch umsetzen und haben ganze Arbeit geleistet. So hat man eine düstere, dunkle und vor allem unheimliche Atmosphäre ganz im Giger Style geschaffen. Das Spiel bietet euch zwar keine tiefgründige Story, doch kommt ihr sofort auf den unheimlichen Geschmack, wenn ihr die Umgebungen, die engen Korridore des Alien Systems durchqueren müsst. Die Charaktere sehen sehr detailliert aus und wirken wirklich sehr realistisch.
Wie gut die Levels auch aussehen mögen, das Leveldesign bietet leider nichts spektakuläres. Die Levels sind insgesamt riesengross, doch gibt es trotzdem sehr wenig Einfluss, welchen Weg ihr nehmen wollt, da diese relativ linear sind, und ihr so wenig Möglichkeiten habt, verschiedene Wege einzuschlagen. Zudem sind die Kampaigns relativ kurz geraten, jede verfügt über sechs Levels, die zwar riesig sind, aber trotzdem sind es bloss deren sechs, sowie fünf zusätzlichen Bonuslevels, mit den Mehrspielerlevels ergeben sich insgesamt über 40 Levels. Um die Langlebigkeit jeder Kampaign zu erhöhen, hat Rebellion sich entschieden, eine Save Option während des Spieles wegzulassen und statt dessen eine automatische Speicherung nach dem Ende jedes Levels einzubauen. Dies mag zwar die Spielintensität erhöhen, doch ist es auch für viele mühsam, die einen solchen Level, an dem ihr sicherlich etwa eine halbe Stunde habt, in einem Zuge durchzuspielen. Dies macht das Spiel aber manchmal sehr frustrierend, denn wenn man fast eine halbe Stunde gespielt hat und etwa 95% des Levels hinter sich gebracht hat und dann irgendwo das Zeitliche segnet, so will man nicht mehr so recht den Level neu beginnen. Wegen des relativ hohen Schwierigkeitsgrades wird man so dann eher Kampaign wechseln und eine andere Figur wählen, als nochmals dieselbe Mission mühsam durchzuspielen.
Während Aliens einen doch sehr ausgeglichenen und spannenden Einspielermodus bietet, so sind im Mehrspielermodus mehrere Schwächen anzutreffen. Denn hier ist der Predator klar der beste Charakter und jeder der sich für den Predator entscheidet lässt üblicherweise dem Marine Soldaten oder Alien keine grosse Chancen. Die Aliens sind zwar immer noch sehr wenig und ihnen bleibt eine minimale Chance, während die Soldaten zur leichten Beute werden. So seid ihr dann als Soldat des öfteren von einigen getarnten Predator umgeben, die nur darauf warten, euch niederzustrecken. Es ist sehr schade, dass man im Mehrspielermodus etwas mehr Gleichheit zwischen den Charakteren schaffen konnte, um so allen eine faire Chance zu geben. Es ist zwar schön, dass alle Standard Mehrspielermodi, insgesamt deren zehn, wie beispielsweise Deathmatch, Spezies Deathmatch, Cooperativ Matches, Tag Teams sowie Last Man Standig eingebaut hat, doch macht das Spiel einfach nicht allzu viel Spass im Mehrspielermodus, wenn ihr als Mensch eine so leichte Beute seid.
Die Musik und Soundeffekte sind genial gelungen und passen hervorragend zur düsteren Stimmung in Aliens vs. Predator. So werdet ihr immer auf jedes Geräusch genaustens Lauschen, und euch fragen müssen, ist es wohl ein Kamerad, der gerade um die Ecke lief, oder doch ein Predator? So werdet ihr jedem noch so kleine Geräusch aufmerksam lauschen müssen, um so in keine Fall zu tappen.
Fazit Aliens vs. Predator bietet erfrischendes Gameplay in der Masse von Ego Shootern. Obwohl die Kampaigns relativ kurz sind, manchmal auch etwas frustrierend, wegen der fehlenden Speichermöglichkeit und die Mehrspielermodi etwas unausgeglichen, so überwiegen die positiven Eindrücke dieses Spiels doch sehr. Die verschiedenen Sichtmodi der Kreaturen sehen einfach grossartig aus und so ist es jedesmal eine neue Erfahrung, ob ihr nun mit dem Predator, schwer bewaffneten Soldaten oder wendigen Alien euch auf die Reise begebt. Zudem sorgt die Lizenz für ein richtiges Moviefeeling. Ego Shooter Fans kommen um Aliens vs. Predator nicht herum, alle anderen sollten sich diesen Titel zumindest anschauen.
Lesermeinungen |
| Info: |
| Titel: Aliens vs. Predator | | Hersteller: Rebellion | | Vertrieb: Fox Interactive | | System: PC Windows | | Genre: Action |
| Anzahl Spieler: 1-8 (LAN; Internet) | | Features: 3 Charaktere; |
| Datenträger: CD | | Version: US | | Hardware: Pentium 200; 32MB RAM; 200MB Harddisk; 4x CD-ROM; D3D kompatible Grafikkarte; Win 95/98 | | Cheats & Hints |
Spielspass [8/10]          |
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| Pro |
Offizielle Lizenzen
Super Atmosphäre
Viele Schockeffekte
Drei Charaktere
Viele Waffen
Gruselige Umgebungen
Coole Sehmöglichkeiten
Musik |
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| Contra |
Keine Quick Save Möglichkeit
daher öfters frustrierend
Unausgeglichener Mehrspielermodus
Etwas lineare Levels |
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