
Final Fantasy II ist die ultimative Reinkarnation eines Klassikers. Der exklusiv für die PSP-Konsole überarbeitete Titel erscheint mit aktualisierten Charakterdesigns und Grafiken, neuen Dungeons, vollem Breitbildformat (16:9) und einer neuen Kameraführung, was dem Spieler eine neue Sicht auf diesen Meilenstein des Rollenspielgenres ermöglicht. Am 18. Dezember 1987 erschien damals der erste Teil der fast schon legendären Final Fantasy Saga. Der erste Teil erschien für das Nintendo NES System. Ein Jahr späte erschien sodann die Fortsetzung für das Super Famicom. Erstmals wurden die heute kaum mehr wegzudenkenden Chocobos eingeführt. Nachdem nun rund zwanzig Jahre seit dem Launch vergangen sind, hat sich das Entwicklerteam von SquareEnix entschlossen, die ersten beiden Final Fantasy Teile leicht aufgefrischt für den Sony PSP Handheld neu aufzulegen.
Vier Helden braucht das Land
Erneut präsentiert uns Square eine epische Storyline. Ein machthungriger Imperator schliesst einen Pakt mit der Dämonenwelt und überzieht das Land mit Krieg. Tausende von Menschen sterben. Doch vier Waisenkinder schliessen sich zusammen und sagen dem finsteren Herrscher den Kampf an, um den Tod ihrer Eltern zu rächen. Es handelt sich hierbei um die vier aufstrebenden Helden Firion, Maria, Guy und Leon. Auch wenn es zahlreiche überraschende Momente und Wendungen in der Story gibt, so darf man sich nicht darüber hinweg trügen lassen, dass diese an spätere Episoden nicht herankommt. Doch handelte es sich eben damals um die ersten wegweisenden Rollenspiele überhaupt, und Nostalgiker Fans wird dies sowieso kaum stören. Was jedoch auffällt ist, dass die Einführung der Charaktere und damit der Vorspann wunderbar und neu animiert wurde.
Auf geht es!
Und so machen sich die vier Charaktere auf ein neues und spannendes Abenteuer auf. Schnell wird man jedoch auch hier merken, dass sich das ganze System im Vergleich zum ersten Teil kaum geändert hat. Immer noch verfügt jeder Charakter über seinen ganz eigenen Kampfstil. Firion ist ein starker Nah- und Schwertkämpfer, Maria ist die klassische Bogenschützin, Guy ist der Axtdraufgänger (drei Charaktere gehören zu euren Standardcharakteren, wobei ein weiterer sich zuweilen austauscht) und Leon ist ebenfalls ein guter Schwertkämpfer. Später werdet ihr sodann auch auf Minwu treffen, einem weissen Magier, der besonders stark mit Heilungs- und Schutzzaubern umgehen kann. Sollte einer eurer Kameraden einmal im Kampf erliegen, so kann er diesen auch wiederbeleben.
Wie im Teil 1 laufen wir auf einer 3D Karten umher und werden immer wieder angegriffen. Die Kämpfe sind rundenbasiert. Es wird immer abwechselnd angegriffen und abgewehrt, bis eine Seite verloren hat. Manche Gegner dürfen zuerst angreifen, bei anderen hingegen habt ihr den ersten Schlag. Das Kampfsystem ist einfach gehalten, so dass man nicht allzu viele Möglichkeiten hat. Ihr könnt eure Charaktere nicht mit neuen Angriffen oder Zaubern ausstatten, diese sind den jeweiligen Mitgliedern vorbehalten. Die Kämpfe dauern üblicherweise nicht sehr lange (dafür aber wird man ständig angegriffen), und nach jedem erfolgreich geschlagenen Kampf werden eure Mitglieder mit Erfahrungspunkte belohnt. Das Level System wurde im Vergleich zum ersten Teil etwas erneuert. So wirken sich die Erfahrungspunkte nun jeweils auch auf die Waffe oder den Zauber aus, den ihr benutzt. Wer regelmässig mit dem Schwert zulangt, der wird hier im Verlaufe des Spieles Vorteile erhalten.
Und so wird unsere Truppe zahlreiche Gegenden besuchen und viele Unterwelten erforschen. Hier gibt es mit Arcane Labyrinth und Arcane Sanctuary zwei neue Orte zu erforschen. Die neuen Verliesse warten mit einigen knackigen Grgnern auf euch. Wer aber immer fleissig an der Oberfläche kämpft und so Erfahrung sammelt, der wird später ein sehr viel leichteres Spiel haben. Insgesamt ist Square mit diesem Remake zweifellos ein interessantes Remake geglückt, mit dem Tiefgang aktueller Rollenspiele kann der Titel allerdings nicht mithalten.
Technische Umsetzung
Besonders in optischer Hinsicht wurde Final Fantasy II mächtig aufpoliert. Der neue 16:9 Look ist wunderbar und das Spielgeschehen pixelscharf. Auch wenn es sich immer noch um eine 2D Landschaft handelt, deren Animationen zuweilen etwas begrenzt scheinen, so weiss die Optik doch zu gefallen. In musikalischer Hinsicht weiss das Update ebenfalls zu gefallen, es gibt wirklich einprägsame Melodien und gut digitalisierte Soundeffekte.
FazitNostalgiker Fans und Fans, die von Final Fantasy nicht genug kriegen können, sollten hier zugreifen. Der zweite Teil wurde liebevoll restauriert und für den PSP angepasst. Auch wenn das Spiel inhaltlich keinen Tiefgang zu bieten hat wie aktuelle Rollenspiele, so weiss es doch zu gefallen. Der Schwierigkeitsgrad ist mittel, und wer immer schön brav kämpft, der wird es später leichter haben. Lesermeinungen